Testen Sie Ihre Fitness!

Mal Hand aufs Herz: Wie fit sind Sie wirklich? Unsere Übungen zeigen Ihnen, ob Sie gut in Form sind oder an Ihrer Fitness arbeiten müssen. Die Übungen sind außerdem dazu geeignet, Ihre Ausdauer, Kraft, Beweglichkeit und Koordination zu verbessern.

Koordinations-Check
Stellen Sie sich gerade hin und stützen Sie die Hände locker in die Hüften. Heben Sie nun ein Bein an und versuchen Sie, 10 Sekunden die Balance zu halten. Dabei gibt es drei Schwierigkeitsgrade: Einbeinstand mit geöffneten Augen, Einbeinstand mit geschlossenen Augen, Einbeinstand mit geschlossenen Augen und in den Nacken gelegtem Kopf.
Bewertung
sehr gut: 10 Sekunden mit geschlossenen Augen und in den Nacken gelegtem Kopf
gut: 10 Sekunden mit geschlossenen Augen
mittel: 10 Sekunden mit geöffneten Augen
schlecht: weniger als 10 Sekunden mit geöffneten Augen
Kraft-Check
Übung 1
Legen Sie sich auf den Rücken, winkeln die Beine an und stemmen die Fersen in den Boden. Spannen Sie Bauch- und Gesäßmuskulatur an und achten Sie darauf, dass die Lendenwirbelsäule am Boden bleibt. Richten Sie Ihren Oberkörper ohne Schwung nun so weit auf, dass Sie mit den Handballen die Knie berühren. Wie lange können Sie diese Position halten? Atmen Sie dabei unbedingt weiter.
Bewertung
Frauen

gut: mehr als 30 Sek.
mittel: 5 - 30 Sek.
schlecht: weniger als 5 Sek.

Männer
gut: mehr als 45 Sek.
mittel: 15 - 45 Sek.
schlecht: weniger als 15 Sek.
Übung 2
Setzen Sie sich gerade auf einen Stuhl. Dieser sollte so hoch sein, dass Ober- und Unterschenkel einen 90-Grad-Winkel ergeben. Stehen Sie nun ohne Schwung und ohne Unterstützung der Hände auf und setzen sich wieder hin. Wie viele Wiederholungen schaffen Sie?
Bewertung
Frauen

gut: mehr als 20
mittel: 5 - 20
schlecht: weniger als 5

Männer
gut: mehr als 25
mittel: 10 - 25
schlecht: weniger als 10
Beweglichkeits-Check
Übung 1
Stellen Sie sich aufrecht in Hüftbreite hin. Beugen Sie nun langsam den Oberkörper seitwärts und fahren dabei mit den Fingern am Bein entlang. Die Bewegung erfolgt ausschließlich aus der Hüfte. Wie tief kommen Sie mit den Fingerspitzen?
Bewertung
gut: bis unterhalb des Knies, etwa zur Mitte der Wade.
mittel: bis zum Knie.
schlecht: nur bis zur Mitte des Oberschenkels.
Übung 2
Setzen Sie sich mit gestreckten Beinen auf den Boden. Strecken Sie die Arme waagerecht nach vorne und bewegen den Oberkörper nun langsam mit geradem Rücken in Richtung Füße. Welche Position erreichen Sie?
Bewertung
gut: Meine Hände erreichen (mindestens) die Füße.
mittel: Ich komme etwa bis zu den Knöcheln.
schlecht: Ich schaffe es nur bis kurz über die Knie.
Ausdauer-Check

Ermitteln Sie zunächst Ihren Ruhepuls. Legen Sie dazu Zeigeund Mittelfinger an Halsschlagader oder Handgelenk und messen Sie Ihren Puls 15 Sekunden lang. Diesen Wert multiplizieren Sie bitte mit 4. Um den Test durchzuführen, brauchen Sie zwei Treppenstufen oder eine stabile Kiste in der Höhe von 30 bis 50 cm. Steigen Sie nun 90 Sekunden lang mit dem einen Bein auf und ab, danach 90 Sekunden mit dem anderen.

Puls messen
Messen Sie Ihren Puls bitte unmittelbar nach der Übung erneut und ziehen von diesem Wert den Ausgangspuls ab.

Beispiel:
Ruhepuls = 65
Belastungspuls = 120
Rechnung: 120 - 65 = 55

Bewertung
Frauen

gut: unter 55
mittel: 55 - 65
schlecht: über 65

Männer
gut: unter 50
mittel: 50 - 60
schlecht: über 60

 

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Die 10 größten Fitness-Irrtümer

Sanftes Stretching beugt Verletzungen vor und schützt vor Überlastung.

1. Wer Sport treibt, kann alles essen.
Falsch! Die meisten Menschen überschätzen den Kalorienverbrauch durch Sport. Ein Beispiel: 300 Kalorien sind der Lohn für eine halbe Stunde Dauerlauf. Eine Tafel Schokolade schlägt jedoch mit 530 Kalorien zu Buche. Nur weil Sie Sport treiben, können Sie nicht hemmungslos schlemmen. Es ist ganz einfach: Wer mehr isst, als er verbraucht, nimmt zu.

2. Je schlimmer der Muskelkater, desto effektiver das Training.
Falsch! Beim Training darf der Muskel ruhig brennen, mehrere Tage später aber nicht mehr. Denn Muskelkater ist ein Zeichen für winzige Verletzungen in den Muskelzellen. Sie können entstehen, wenn Sie lange keinen Sport gemacht, sich vor dem Training nicht richtig aufgewärmt haben oder die Belastung zu hoch war. Gehen Sie es beim nächsten Mal einfach ruhiger an – nehmen Sie weniger Gewicht, laufen Sie langsamer oder setzen Sie ein bis zwei Tage aus.

3. Das beste Mittel gegen Muskelkater ist, dieselbe Übung nochmal zu machen.
Falsch! Jetzt ist erst einmal eine Pause angesagt, damit sich Ihre Muskeln erholen können. Sanfte Bewegungen sind allerdings erlaubt. Leichtes Stretching oder Dehnübungen entlasten die geplagten Muskeln ebenso wie ein heißes Bad. Gönnen Sie sich ab und zu eine Massage!


Viel trinken - am besten auch schon während des Trainings. Spezielle Sportlerdrinks sind allerdings überflüssig. In einer Apfelschorle sind Mineralien und Vitamine enthalten.

4. Wer viel schwitzt, verbrennt Fett.
Falsch! Wenn diese Behauptung stimmen würde, müssten Sie ja auch in der Sauna abnehmen oder im Sommer immer dünner werden. Fakt ist: Wer schwitzt, verliert zunächst einmal nur Wasser. Gleichen Sie den Flüssigkeitsverlust nach dem Training mit Mineralwasser oder Apfelschorle aus. Für die optimale Fettverbrennung sorgt regelmäßiger Ausdauersport wie Wandern, Laufen, Nordic Walking, Schwimmen oder Radfahren.

5. Die Fettverbrennung setzt erst nach 20 Minuten ein.
Falsch! Unser Körper verbrennt ab der ersten Trainingsminute Fett, zunächst allerdings mit einem minimalen Anteil am gesamten Energieaufkommen. Je länger die Belastung dauert, desto schneller leeren sich die Kohlenhydratspeicher – jetzt greifen wir immer stärker auf unsere Fettdepots zurück. Am besten funktioniert das mit einem langsamen Ausdauertraining, da die Fettverbrennung viel mehr Sauerstoff benötigt als der Abbau von Kohlenhydraten.


Den ganzen Tag sitzen? Das ist Gift für den Rücken! Die Belastung der Wirbelsäule ist beim Sitzen deutlich höher als beim Gehen oder Stehen.

6. Man kann Fett gezielt an den Problemzonen abbauen.
Falsch! Benötigt der Körper Energie, holt er sie sich nicht nur aus den Fettdepots an Po, Hüften, Bauch oder Oberschenkeln, sondern zunächst dort, wo es für ihn am einfachsten ist – z. B. im Gesicht, an Armen und Beinen. Da der Körperbau größtenteils genetisch bedingt ist, können Sie die Proportionen nicht grundlegend verändern. Mit einer Kombination aus Ausdauertraining und gesunder Ernährung werden Sie die Fettpölsterchen am besten los. Krafttraining empfiehlt sich als Ergänzung, weil Sie Muskeln aufbauen und sich Ihre Figur insgesamt verbessert.

7. Bei Rückenschmerzen darf man keinen Sport treiben.
Falsch! Verspannte Muskeln verhärten und werden schlechter durchblutet. Versuchen wir, den Schmerzen durch Schonung zu entgehen, hat das weitere Verspannungen zur Folge – ein Teufelskreis und vor allem eine Schwächung der Muskulatur. Bei Nackenschmerzen und leichten Verspannungen helfen sanfte Gymnastik, Schwimmen, Yoga und auch Laufen. Viel Bewegung ist das beste Mittel gegen Rückenschmerzen.

8. Hausarbeit reicht, um sich fit zu halten.
Falsch! Die Belastung beim Putzen, Bügeln und Staubsaugen ist viel zu gering. Umfang und Intensität reichen nicht aus, um eine langfristige gesundheitliche Wirkung zu erzielen.

9. Aufwärmen vor dem Sport ist überflüssig.
Falsch! Wer sich aufwärmt, versorgt die Muskeln mit Sauerstoff und aktiviert dadurch die Nervenimpulse. Das stimmt den Bewegungsapparat auf das nachfolgende Training ein und beugt Verletzungen vor. Besonders wichtig sind Aufwärmübungen bei Sportarten, die einen schnellen oder hohen Kraftaufwand erfordern wie Tennis, Ballsport oder Krafttraining.

10. Ab dem 50. Lebensjahr macht es keinen Sinn mehr, mit dem Sport anzufangen.
Falsch! Für Bewegung ist es nie zu spät. Studien belegen, dass Sport den körperlichen und geistigen Alterungsprozess verzögert. Ein Kräftigungsprogramm trägt darüber hinaus zur besseren Bewältigung der Alltagsaufgaben bei und leistet einen wichtigen Beitrag zur Sturzprophylaxe. Selbst im hohen Alter kann die Muskelkraft in nur einem Jahr noch um 100 Prozent gesteigert werden.

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